Einsätze 2017

 

In den folgenden Einträgen finden Sie die Berichte zu den Einsätzen der Buxtehuder Ortswehren. Weitere topaktuelle Infos finden Sie auch auf unserer Facebookseite ->

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Datum / Uhrzeit Meldung Eingesetzte Ortswehren der Hansestadt Buxtehude
14.08.2017 18:46

alle

Buxtehuder schauen Feuerwehr bei Alarmübung zu

Rund 120 Buxtehuder Feuerwehrleute haben am Montagabend im Gewerbegebiet Ovelgönne den Ernstfall geprobt – mit einer öffentlichen Alarmübung bei EP Logistic an der B 73. Viele Bürger waren dem Aufruf von Stadtbrandmeister Horst Meyer gefolgt.

Um Punkt 18.46 Uhr heulten am Montag stadtweit die Sirenen. Alle vier Züge der Feuerwehr der Hansestadt Buxtehude rückten aus – mit rund 120 Einsatzkräften. Das Technische Hilfswerk unterstützte sie.

Das Szenario: In den Hallen von EP Logistic ist ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Personen werden in den Gebäuden vermisst. Eine Person ist unter einem Lkw eingeklemmt. Vor dem Tor hat sich zeitgleich ein Verkehrsunfall ereignet, eine Person ist in dem Wrack gefangen und schwer verletzt. An drei Orten stellten die Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis, die vielen interessierten Schaulustigen konnten Fragen stellen. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Neumann aus Ovelgönne erklärte am Mikro das Geschehen.

Die Wehren übten unter anderem die Herstellung der Wasserversorgung und die Personenrettung mit Hilfe der Steckleiter. Mit schwerem Gerät wurde der Pkw zerlegt. Mit der Übung wollte die Feuerwehr nicht nur an den Stadtbrand von 1911 erinnern, sondern auch für das Ehrenamt werben und das Leistungsspektrum der Wehren deutlich machen. Gegen 20 Uhr rückten die acht Wehren wieder ein.

-Erinnerung an den „Großen Stadtbrand“ von 1911-

Mit der Schauübung bei EP Logistic in der Carl-Zeiss-Straße im Gewerbegebiet Ovelgönne hat die Buxtehuder Feuerwehr an den „Großen Stadtbrand“ vom 14. August 1911 erinnert. Damals brannte das Rathaus-Viertel zwischen der Breiten Straße und der Kirchenstraße ab. 42 Häuser und das Rathaus von 1408 lagen in Trümmern, mehr als 200 Buxtehuder wurden seinerzeit obdachlos.

Zwei Feuer hatten die Menschen im Sommer 1911 bereits in Panik versetzt; für Sonntag, 13. August, hatte ein Hellseher einen noch schrecklicheren Brand vorausgesagt. Seine Prophezeiung trat einen Tag später ein. „Unsere älteste Spritze ist 42 Jahre alt, die Dichtigkeit der Schläuche lässt zu wünschen übrig. Wann endlich stimmt das Bürgervorsteher-Kollegium dem Gesuch zu, eine fahrbare Dampfspritze und eine Magirusleiter zu kaufen; die Brände der letzten Zeit haben doch gezeigt, wie wichtig die Anschaffung ist“, mahnte der Verleger des Buxtehuder Wochenblattes, heute TAGEBLATT, noch am 4. August in seiner Zeitung. Seitdem hat sich einiges getan: Die Buxtehuder Handspritzen förderten im Jahr 1911 lediglich jeweils 200 Liter in der Minute, die kurz nach dem „Großen Stadtbrand“ angeschaffte Dampfspritze schaffte bereits 1500 Liter. Zum Vergleich: Allein das Tanklöschfahrzeug TLF 32/91/10 von Zug I schafft heute bis zu 3200 Liter in der Minute. Übrigens: Selbst, als das Rathaus von 1408 nach dem „Großen Stadtbrand“ vom 14. August 1911 in Trümmern lag, war der Ratskeller tagsdrauf wieder geöffnet, um die Tausenden von Schaulustigen aus Stade und Hamburg inmitten der Trümmer des Rathausquartiers zu versorgen. Das neue Rathaus wurde am 15. November 1914 eingeweiht.

Text: Buxtehuder Tageblatt

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Erstellt von gpe am 14.08.2017
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