Aktuelle Informationen

 

In den folgenden Einträgen sind die Berichte der Buxtehuder Ortswehren zu finden.

Datum
Meldung Beteiligte Buxtehuder Ortswehren
18.08.2017

 

Ovelgönne

Es lässt die Herzen der Feuerwehrleute höher schlagen

Die Hansestadt Buxtehude hat am Freitagabend das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10 an die Ortfeuerwehr von Ovelgönne/Ketzendorf übergeben. 308 000 Euro hat das neue Fahrzeug gekostet.

Christian Krüger (SPD), Vorsitzender des Inneren Ausschusses der Stadt Buxtehude, und Fachbereichsleiter Ralf Dessel vertraten die Politik und die Verwaltung bei der Feier im Gerätehaus. Kreisbrandmeister Peter Winter sprach von einem „Quantensprung“. 25 Jahre lang waren die rund 30 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8/6 zum Einsatz gefahren.

Seit fast zwei Monaten durften sie bereits mit dem neuen HLF 10 unterwegs sein. „Dieses Fahrzeug war mit Sicherheit die richtige Wahl“, betonte der Kreisbrandmeister Peter Winter und verwies auf die Randlage der Ortschaft Ovelgönne/Ketzendorf und das Gefahrenpotenzial hinsichtlich der Lage an den beiden viel befahrenen Bundesstraßen, der B 73 und der B 3. Hinzu komme das wachsende Gewerbegebiet vor der Haustür. Es sei sowohl für Lösch- als auch Hilfeleistungseinsätze – wie beispielsweise Auto- oder Lkw-Unfälle – ausgerüstet, unterstrich Ortsbrandmeister Manfred Schulzki. Winter lobt die Stadt Buxtehude für ihr „sehr gutes Fahrzeugkonzept“.

Stark im Feuerwehr-Quartett

Das Fahrzeug lasse „das Herz eines Feuerwehrmannes höherschlagen“, betonte Stadtbrandmeister Horst Meyer. Damit sei die Feuerwehr auch für Einsätze auf dem Autobahnzubringer und der noch im Bau befindlichen A 26 gerüstet, so Meyer. Ortsbrandmeister Manfred Schulzki dankte unter anderem Stadt, Sponsoren und Kameraden, die ihn bei dem Projekt unterstützt hatten.

Das neue HLF 10 mit dem Funkrufnamen Florian Stade 10-46-8 stammt von dem Feuerwehrfahrzeughersteller „Rosenbauer“ aus Luckenwalde, das Fahrgestell ist von MAN. Nicht nur bei Übungen, auch beim Feuerwehr-Quartett wird die Ovelgönner und Ketzendorfer so schnell keiner mehr schlagen: Das Allradfahrzeug ist 15 Tonnen schwer. 290 PS stecken im Motor, das HLF 10 verfügt über einen „Rettungssatz mit Spreizer und Zylinder“. Der Clou ist die LED-Rund-Um-Beleuchtung für mehr Sicherheit am Einsatzort. Auf dem Dach sitzt ein Wasserwerfer, so haben die Feuerwehrleute 200 bis 2400 Liter Löschwasser pro Minute zur Verfügung – sollten größere Gebäude oder der Wald brennen. 60 Meter schafft der Wasserwerfer. Für den schnellen Löscheinsatz gibt es Tanks für 2000 Liter Wasser und 200 Liter Schaum. Die Ausrüstung für vier Atemschutzträger hängt bereits in der Kabine, das spart Zeit. Die Pumpe des Hilfeleistungslöschfahrzeugs schafft 3500 Liter in der Minute. „Die Ortsfeuerwehr ist jetzt gut aufgestellt“, sagte der Vorsitzende des Inneren Ausschusses, Christian Krüger.

Historie

Die Feuerwehr Ovelgönne / Ketzendorf wurde bereits im Jahr 1881 als „Pflichtfeuerwehr“ gegründet und ist damit die älteste der dörflichen Wehren in der weiteren Umgebung der Stadt Buxtehude. Die erste Handdruckspritze war bis 1943 im Einsatz. Am 18. August 1911 wurde der Ort schwer heimgesucht: Vier Tage nach dem Buxtehuder Großfeuer, das Rathaus-Viertel war abgebrannt, wurden hier mehrere Gehöfte „Opfer einer Feuersbrunst, die wahrscheinlich auf Brandstiftung zurückzuführen war“. Während der ersten 30 Jahre der Wehr bestand Pflichtteilnahme.


Christian Krüger und Ralf Dessel übergaben das Fahrzeug. Gerätewart Bernd Bobert setzte sich an das Steuer. Mit ihnen freuten sich Stadtbrandmeister Horst Meyer, Ortsbrandmeister Manfred Schulzki und Kreisbrandmeister Peter Winter (von links).

Bild & Text: Buxtehuder Tageblatt

Erstellt von gpe am 18.08.2017
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