Aktuelle Informationen

 

In den folgenden Einträgen sind die Berichte der Buxtehuder Ortswehren zu finden.

Datum
Meldung Beteiligte Buxtehuder Ortswehren
30.09.2018

 

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Fahrzeugschau zum 150 jährigen Jubiläum der Feuerwehr Buxtehude - Zug I

Was soll ich schreiben, womit soll ich beginnen? Aus unserer Sicht war die ganze Veranstaltung am Sonntag gigantisch schön!

Zunächst einmal vielen Dank an alle Teilnehmer, Gäste, Besucher und die Mannschaft vom Zug I für diese rundum gelungene Aktion. Insgesamt 87 Fahrzeuge waren es dann am Sonntagmorgen, die bei bestem Wetter den Weg in die Buxtehuder Altstadt auf sich genommen haben. Eine für uns noch nie da gewesene Anzahl an Feuerwehr- und Einsatzfahrzeugen in unserer schönen Altstadt.

Doch der Reihe nach: Vor etwa zwei Jahren begannen die Planungen für das Jubiläumsjahr. Was kann man machen? Was ist überhaupt logistisch machbar? Was wollen wir anders machen, als 1993? Viele Fragen, die seinerzeit aufgekommen sind.
Anders als 1993 sollte auf jeden Fall die Abfolge der Feierlichkeiten sein. Damals gab es eine richtige "Festwoche". Alle Veranstaltungen waren in eine Woche gelegt worden, direkt um den 17.9., dem Gründungstag der Wehr im Jahre 1868. Dieses Mal sollten es über das Jahr mehrere Veranstaltungen werden. Nach reichlichen Überlegungen und Ideenfindungen in der Mannschaft und einer eigens gegründeten Planungsgruppe fiel die Entscheidung auf einen Tag der offenen Tür, der im Juni 2018 stattfand. Die große Altstadtübung am 14.08.18, den Festakt am 17.09.18 und die große Fahrzeugschau am vergangenen Sonntag.

Mein Bericht an dieser Stelle soll sich nun auf die Fahrzeugschau beziehen: Schnell war klar, dass solch eine Veranstaltung nur an einem Sonntag stattfinden könne. Am besten, um möglichst viel Publikum nach Buxtehude zu locken, in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Nach klärenden Gesprächen und Vorstellung der Ideen beim Altstadtverein wurde man sich recht schnell einig, die Veranstaltung auf den 30.09.18 zu legen, dem schon traditionellen "Oktoberfest-Sonntag".
Damit konnten die eigentlichen Planungen beginnen: Welche Flächen können wir nutzen? Wo stehen bereits Verkaufsbuden und Stände fürs Oktoberfest, die vom Altstadtverein organisiert wurden?
Und natürlich die wichtigste Frage: Welche Fahrzeuge möchten wir haben? Da gebe ich an dieser Stelle, als Organisator der Fahrzeuge, ehrlich zu, habe ich einfach einmal versucht, mir einen "kleinen Feuerwehrtraum" zu erfüllen. Alles was an exotischen Feuerwehrfahrzeugen in der näheren und weiteren Umgebung zu bekommen war, wurde angefragt. Dazu natürlich auch diverse Feuerwehroldtimer aus dem Umkreis und selbstverständlich auch einige Fahrzeuge der Hilfsorganisationen, welche dank der guten Zusammenarbeit einfach dazu gehören. Es wurden Gespräche geführt; ist es möglich ein Flugfeldlöschfahrzeug (FLF) der Bundeswehr nach Buxtehude zu bekommen? Dies hätte geklappt, wenn der Flughafen nur etwas dichter an unserer Stadt gelegen hätte. (Ein weiteres FLF musste leider am vergangenen Freitag absagen, da es am Hamburger Airport nicht abkömmlich war.) Können die DOW und Airbus Fahrzeuge bereitstellen? Welche Exoten gibt es noch? Wie wäre es mit einem Mercedes Zetros? Kurze Anfrage beim Löschzug-Gefahrgut-Pinneberg und eine Zusage! Perfekt! Dann wieder Tipps aus der eigenen Mannschaft: Funkmastkraftwagen vom THW Harburg und das Unimog Tanklöschfahrzeug der FF Hude (Wesermarsch)? Zusage! So lief es dann immer weiter...
Bei den Oldtimer war es da fast noch einfacher: Zunächst waren da die bekannten Kandidaten, die in der Umgebung immer mal wieder zu sehen sind. Doch schnell wurde durch Tipps und Gespräche klar, es gibt im Landkreis Stade und in der nahen Umgebung noch viel mehr Fahrzeuge.
Im Endeffekt waren es am Ende über 100 Fahrzeuge die auf meiner "Wunschliste" standen, ein Teil davon bereits mit Zusage. Kurz nach Versand der Einladungen zeichnete sich dann ab, was wir eigentlich nicht für möglich gehalten haben: Über 90 Fahrzeuge der Wunschliste haben tatsächlich zugesagt.
Gerechnet hatten wir anfangs mit 40 bis 60 Fahrzeugen. Da kam dann schnell die Frage auf: Wo sollen die alle stehen? Passen alle Fahrzeuge auf die uns durch die Stadtverwaltung genehmigten Flächen im Innenstadtbereich? Eine intensive Ausarbeitung eines "Stellplatzkonzeptes" begann. Mit Maßband und Zeichenblock wurden Flächen vermessen und Skizzen angefertigt. Am Ende sah auf dem Papier alles super aus, doch würde es in der Realität ähnlich aussehen? Eine Generalprobe war natürlich nicht möglich, also blieb nur hoffen.
Wie sollen die Fahrzeuge in die Stadt kommen? Eine kleine Idee jedem Teilnehmer seinen Stellplatz und eine Uhrzeit zu nennen, wurde nach kurzer Überlegung verworfen. Es wäre im Chaos geendet. So wurde kurzerhand der REWE Parkplatz am Westmoor auserkoren, als Treffpunkt für alle Fahrzeuge. Von dort sollten dann alle Fahrzeuge in kleinen Kolonnen in die Stadt geführt werden.
Nur wer macht das? Das kann nur die gesamte Mannschaft gemeinsam organisiert bekommen. So wurden im Vorwege bereits diverse Kameradinnen und Kameraden auf das Konzept geschult, damit am Veranstaltungstag mit möglichst viel Ruhe die Sache angegangen werden konnte. Zusätzlich wurden alle Teilnehmer mit Infobriefen und fortlaufenden Nummern versehen, die das Vorsortieren auf dem Parkplatz erheblich erleichtern sollten.
Und was gibt es zu essen und zu trinken? Und wo? Hier hat es sich bezahlt gemacht, dass die Planungsrunde für die Feierlichkeiten bereits eingespielt war. Als zentraler Ort mit Getränkestand und Toiletten konnte das ehemalige Stadtinfo-Gebäude genutzt werden. Dazu ein Kühlanhänger, eine Wurstbude und ein Stromerzeuger vom THW Buxtehude und fertig war die Verpflegungsstation.

Ja und dann kam "der große Tag". Meine Nacht war kurz, an Schlaf kaum zu denken. Ist alles organisiert? Sind alle Infos verteilt? Wurde irgendetwas vergessen? Stimmt das Wetter? Um 07:30 Uhr, als erster im Feuerwehrhaus, wurde zunächst die Parkplatzzufahrt bei REWE gesperrt um keine parkenden PKWs auf dem Platz zu haben. Doch ein Fahrzeug stand schon dort, samt Fahrer: Kennzeichen "LOS", Landkreis Oder-Spree. "Ich bin extra für die Fahrzeugschau hier, darf ich Ihr Fahrzeug (Mannschaftstransportfahrzeug) schon einmal fotografieren?" "Oha, weit angereist, dass wird ja spannend heute...", war mein Gedanke.
Und dann ging es so langsam los. Mit dem letzten Briefing der gesamten Mannschaft rollten die ersten Fahrzeuge auf den Platz. Und es wurden immer mehr...
Das war der Moment wo der erste Ballast von einem abfällt - sie kommen wirklich alle!
Das Eintreffen und Sortieren hat super geklappt, so dass die ersten Gruppen schon vor der angedachten Zeit in die Stadt fahren konnten. Immer wieder rollten Kolonnen aus teils sehr alten und teils fast fabrikneuen Fahrzeugen in Richtung Innenstadt. Nach kurzen Einweisungen durch unsere "Kolonnen-Verantwortlichen" hatten alle Fahrzeuge ihren Stellplatz erreicht. Das war der Moment, wo man dann sagen konnte: Es hat wirklich alles so gepasst, wie geplant. Ein Großer Dank dafür an unseren Zugführer Daniel Janssen, der die gesamten Messarbeiten vorgenommen hat.

Alles stand bereit. Die Fahrzeuge wurden für die Ausstellung präpariert. Drehleitern, Kräne und (Teleskop-)Masten ausgefahren. Die ersten Besucher konnten den Beginn gar nicht erwarten. Bereits weit vorm offiziellen Veranstaltungsbeginn war die Stadt voll mit Interessierten. Es wurden "Fachgespräche" abgehalten oder einfach nur ein kurzer Klönschnack geführt. Bereits vor 13:00 Uhr, der Ladenöffnungszeit, war die Stadt brechend voll. Das Wetter hatte sein Übriges dazu beigetragen.

Der Einsatz "Brandmeldeanlage am Rathaus" war sicherlich noch eine schöne Live-Vorführung, von uns aber eigentlich nicht eingeplant. In der Küche eines Geschäftes hatten Wasserdämpfe einen Rauchmelder ausgelöst.

Selbst als gegen 17:30 Uhr der Veranstaltungstag sich langsam dem Ende neigte, waren noch viele Schaulustige in der Stadt geblieben, um die Abfahrt der Fahrzeuge zu beobachten. Mit einem traditionellen "Abhornen" verabschiedeten sich die meisten Teilnehmer. Und wir sagen DANKE!

Danke an:
die WF Airbus Hamburg und Stade, die FF Apensen, FF Appel, FF Assel, FF Bargstedt, M. Barvels, die FF Bützfleth, die DLRG Buxtehude, Drochtersen, Horneburg und Stade, das THW Buxtehude und Harburg, die WF DOW, das DRK Buxtehude (Bereitschaft und hauptamtlich) und Drochtersen, die FF Evendorf, die Hamburger Feuerwehrhistoriker, die FF Fredenbeck, die Kreisfeuerwehr Stade mit FTZ, den G.A.R.D. Rettungsdienst, die FF Gräpel, FF Harsefeld, FF Himmelpforten, FF Horneburg, FF Hude, FF Issendorf, FF Jork, FF Königreich, den Malteser Hilfsdienst Buxtehude, die WF Mercedes Hamburg-Harburg, die FF Neu Wulmstorf, FF Oederquart, den Löschzug-Gefahrgut LK Pinneberg, die Polizei Buxtehude, die FF Schwinge, FF Stade Zug I & II, FF Steinkirchen, FF Winsen und FF Wischhafen, alle Ortsfeuerwehren der Stadt Buxtehude, den Altstadtverein, die Stadtverwaltung, den Bauhof, den Zug II für die Einsatzbereitschaft, die Mannschaft vom Zug I und an alle Beteiligten, die ich jetzt vielleicht aus Unachtsamkeit vergessen habe!

Unüberlicherweise habe ich diesen Bericht in der "Ich-Form" verfasst. Ich glaube das war in diesem Fall jedoch die beste Art und Weise, das Erlebte näherzubringen.

Gerrit Peters
- Pressebeauftragter & Öffentlichkeitsarbeit FF Buxtehude Zug I -

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Erstellt von gpe am 30.09.2018
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