Aktuelle Informationen

 

In den folgenden Einträgen sind die Berichte der Buxtehuder Ortswehren zu finden.

Datum
Meldung Beteiligte Buxtehuder Ortswehren
16.01.2010

 

Zug I

Feuerwehr Buxtehude Zug I übt Eisrettung

Eisflächen noch viel zu dünn zum Betreten

Durch die lang anhaltenden frostigen Temperaturen war es in diesem Jahr endlich wieder einmal möglich eine realistische Eisrettungsübung für die Feuerwehr Buxtehude Zug I durchzuführen. Trotz der scheinbar dicken Eisfläche beträgt die tragende Schicht derzeit in Buxtehude zum Teil nur 2,5 cm, viel zu wenig also zum gefahrlosen Betreten. 
Nach einer kurzen theoretischen Unterweisung im Gerätehaus am Westmoor, wurden die praktischen Übungen am großen See in den Brunkhorstschen Wiesen geprobt. Zwei mit Überlebensanzügen ausgestattete Ausbilder öffneten in der Mitte des Sees die dünne Eisfläche um eine eingebrochene Person darstellen zu können. Angeleint lies sich der Ausbilder ins Wasser fallen. Nun galt es den vermeintlich Verunfallten zu retten. Mit Hilfe von Leitern und einem Schlauchboot versuchten die ebenfalls angeleinten und mit speziellen Feuerwehrschwimmwesten ausgerüsteten Kameraden nun den Hilflosen aus dem Wasser zu ziehen. Liegend wurde die im Realfall bereits stark unterkühlte Person ans Ufer gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Der liegende Transport ist sehr wichtig, da es ansonsten durch die starke Unterkühlung zum sogenannten Bergungstod kommen kann. Durch starke Bewegung oder Aufrichten der verletzten Person kann die bereits stark heruntergefahrene Durchblutung wieder in Gang kommen und ausgekühltes Blut gelangt zum Herz. Aufgrund der Temperaturempfindlichkeit des Herzens kann es dabei zu Herzrhythmusstörungen und zum Erliegen jeglicher Herz-Kreislauffunktion kommen. 
Bei der Eisrettung spielt auch der Eigenschutz eine große Rolle: Um durch den Verunfallten nicht selbst ins Wasser gezogen zu werden, muss immer ein ausreichender Abstand gewahrt werden. 
Abschließend lässt sich feststellen, dass die Feuerwehr Buxtehude gut für eventuelle Eisrettungen ausgebildet ist. Am meisten zählt allerdings der Faktor Zeit. Von der Alarmierung durch einen Ersthelfer bis zum Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle können durchaus einige Minuten vergehen. Daher ist es wichtig, dass bereits vorm Eintreffen der Einsatzkräfte erste Maßnahmen getroffen werden. Dies kann zum Beispiel durch Zuwerfen oder Zuschieben von Seilen, Leitern oder Brettern erfolgen. Betreten Sie aber nie selbst die gefährlichen Eisflächen und begeben Sie sich niemals selbst in Gefahr!

Die Eisdicke in den Brunkhorstchen Wiesen. Nur die unteren klaren 2,5 cm sind tragend, der Rest hat Lufteinschlüsse und ist daher recht brüchig.

  

Retten mit der Leitertechnik. Jeweils ein Leiterteil wird vorgeschoben, das zweite dann nachgezogen.

  

Retten per Schlauchboot. Das Boot wird zum Verunfallten geschoben.

Erstellt von gpe am 16.01.2010
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