Einsätze 2018

 

In den folgenden Einträgen finden Sie die Berichte zu den Einsätzen der Buxtehuder Ortsfeuerwehren. Weitere topaktuelle Infos finden Sie auch auf unserer Facebookseite ->

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Die älteren Berichte finden Sie unter den jeweiligen Jahreszahlen in der Menüleiste.

 

Datum / Uhrzeit Meldung Eingesetzte Ortsfeuerwehren der Hansestadt Buxtehude
06.03.2018 23:10

Umweltgruppe Neukloster

Großalarm nach Gasaustritt in Hollenbeck

Weil Gas in die Kanalisation entwich und an die Oberfläche strömte, mussten in der Nacht zu Mittwoch vier Häuser in der Ortschaft Hollenbeck vorübergehend evakuiert werden. 150 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreisgebiet rückten aus.
Verletzte waren nicht zu beklagen. Um kurz nach 21 Uhr ging der Alarm in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises ein. Anwohner hatten an der Straße Unterdorf penetranten Gasgeruch wahrgenommen, der aus der Kanalisation kam. Wie sich später herausstellte, gab es offenbar ein Problem mit einem in der unter dem Bürgersteig verlaufenden Leitung verbauten Schieber, der sich nicht mehr zurückdrehen lies.
Das Gas konnte in die Kanalisation entweichen und sich von dort über Schächte und Gullys den Weg an die Erdoberfläche bahnen. Die Feuerwehren Hollenbeck, Kakerbeck, Ohrensen und Harsefeld rückten aus. „Wir haben sehr hohe Gaskonzentrationen gemessen“, sagte Feuerwehrsprecher Günter Kachmann. Er sprach von einem „hochexplosiven Gemisch“.
Bewohner werden im Autohaus untergebracht
Die ganze Straße musste gesperrt, vier Häuser mussten evakuiert werden. Es galt eine 50-Meter-Sperrzone rund um die am stärksten betroffenen Kanalschächte. Die Anwohner kamen zunächst im Dorfgemeinschaftshaus unter. Als sich der gefährdete Bereich wegen des immer weiter ausströmenden Gases vergrößerte, mussten sie in die Räume eines Autohauses am Ortsrand ausweichen.
Die Feuerwehrführung entschied sich, Spezialeinheiten der Kreisfeuerwehr anzufordern. Beide Umweltgruppen und der Fernmeldezug kamen zum Einsatz. Die Feuerwehr Stade sowie die Werkfeuerwehr des Chemiekonzerns Dow brachten Spezialgerät. Die Feuerwehrleute machten sich bereit, im Notfall sofort einen Löschangriff mit Schaum beginnen zu können. Schon ein Funken würde genügen, um das Gas zu entzünden und eine Detonation herbeizuführen.
Feuerwehren belüften die Kanalisation mit Spezialgerät
Während Mitarbeiter des Gasnetzbetreibers EWE den defekten Schieber freilegten, belüfteten die Feuerwehrleute die Kanalisation. Gegen 1.45 Uhr war die Lage unter Kontrolle. Kurzzeitig waren einige Haushalte ohne Gasanschluss, später wurde die Versorgung wieder über eine provisorische Leitung – eine Art Bypass – hergestellt.
Die Explosionsgefahr war gebannt, sodass die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren durften. Sie und die Einsatzkräfte blieben unverletzt. Die Sanitäter aus der Bargstedter Wache des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, die zwischenzeitlich von Kräften der Buxtehuder Bereitschaft abgelöst worden waren, mussten nicht eingreifen. Nach einer von der Johanniter Unfallhilfe gebrachten Stärkung ging der Einsatz für die Ehrenamtlichen gegen 3 Uhr zu Ende.
„Das, was wir hier aufgefahren haben, war nötig“, resümierte Kreisbrandmeister Peter Winter. Harsefelds Samtgemeindebürgermeister Rainer Schlichtmann, der sich vor Ort ein Bild der Lage verschafft hatte, dankte den Einsatzkräften: „Ich bin froh, dass die Anwohner wieder zurück können. Unsere professionell agierenden Ehrenamtlichen haben einmal mehr bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen.“
 

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Bilder & Text: Stader Tageblatt

 

Erstellt von gpe am 06.03.2018
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