Einsätze 2020

 

In den folgenden Einträgen finden Sie die Berichte zu den Einsätzen der Buxtehuder Ortsfeuerwehren. Weitere topaktuelle Infos finden Sie auch auf unserer Facebookseite ->

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Die älteren Berichte finden Sie unter den jeweiligen Jahreszahlen in der Menüleiste.

 

Datum / Uhrzeit Meldung Eingesetzte Ortsfeuerwehren der Hansestadt Buxtehude
17.06.2020 01:37

Zug I, Zug II

Sechs Brandstiftungen in einer Nacht

Von Dienstag auf Mittwoch, nahm die Nacht für die Einsatzkräfte des Zuges II der Ortsfeuerwehr Buxtehude um kurz nach Mitternacht ein frühes Ende. Mit dem Einsatzstichwort „Feuer Klein: brennt Mülleimer im Ellerbruch" kam der Alarm über die Meldeempfänger. Drei Einsatzfahrzeuge rückten kurze Zeit später aus.
Das zuerst eintreffende Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF), wurde von den Bewohnern und zwei Polizeibeamten in Empfang genommen und kurz eingewiesen: Eine Altpapiertonne hatte unter einem kleinen Holzunterstand gebrannt. Dies wurde frühzeitig durch einen umsichtigen Taxifahrer erkannt, der die Tonne unter dem Unterstand hervorzog. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr hat ein Anwohner das Feuer mittels Eimer gelöscht, so dass am Holzunterstand kein größerer Schaden entstand.

Während des Gesprächs wurde eine weitere Einsatzstelle, ca. 50 Meter weiter um die nächste Ecke, gemeldet. Da an der ersten Einsatzstelle in diesem ersten Moment kein weiteres Eingreifen durch die Feuerwehr nötig war und die Lage an der zweiten Einsatzstelle zu dem Zeitpunkt noch unklar war, wurde durch die Einsatzkräfte umgehend die zweite Einsatzstelle im Brillenburgsweg angefahren.
Dort handelte es sich um eine brennende Restmülltonne, die wiederum durch Nachbarn mit Hilfe eines Gartenschlauchs unter Kontrolle gebracht worden war. Durch die Einsatzkräfte wurden die Rest auseinander gezogen und mittels Schnellangriffsschlauch abgelöscht.
Zwischenzeitlich waren auch die nachgerückten Einsatzkräfte mit Einsatzleitwagen (ELW) und Tanklöschfahrzeug (TLF) an der Einsatzstelle eingetroffen. Das TLF wurde durch den Zugführer zur Erkundung der Nebenstraßen entsandt, um eventuell weitere Brände in der näheren Umgebung auszuschließen.
Die Besatzungen von ELW und HLF waren parallel mit der Nachkontrolle der ersten beiden Einsatzstellen beschäftigt, als eine Meldung über ein weiteres Feuer einging. Nun sollte es ca. 200 Meter weiter im Bereich des Brillenburgskamps brennen und wieder sollte es eine Mülltonne sein.
Da von den beiden ersten Einsatzstellen keine weitere Gefahr ausging, konnten umgehend alle Kräfte in den Brillenburgkamp verlegt werden. Als die drei Fahrzeuge in den Brillenburgskamp einbogen, wurde schnell klar, dass es sich dort um mindestens zwei weitere Brände handeln würde. Durch eine erste schnelle Erkundung wurde folgendes festgestellt: In der Verlängerung des Brillenburgskamps brannte an einem Container ein Haufen Unrat. Das Feuer breitete sich auf den Behälter weiter aus. Ca. 100 Meter weiter brannte ein 1000 Liter Müllcontainer und ein weiteres Brandereignis konnte im Verlauf des Brillenburgkamps festgestellt werden, dort brannte ein PKW.
Das Tanklöschfahrzeug wurde zur Brandbekämpfung des Unrats und des Container mittels eines C-Rohrs unter schwerem Atemschutz eingesetzt und der brennende Müllcontainer wurde mittels Kleinlöschgerät ebenfalls vom TLF abgelöscht. Das HLF kümmerte sich parallel ebenfalls mit einem Atemschutztrupp und einem C-Rohr um den brennenden PKW. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Zug I der Ortsfeuerwehr durch den Einsatzleiter nachalarmiert und in eine sogenannte Bereitstellung versetzt, um für weitere Einsatzstellen gerüstet zu sein. Mit drei Fahrzeugen kontrollierten die Kräfte vom Zug I die Straßenverläufe rund um den Brillenburgsweg.
Im Laufe dieser weiteren drei Einsätze erreichte die Mannschaft des Hilfeleistungslöschfahrzeugs die nächste Meldung über ein weiteres Feuer ganz in der Nähe. In ca. 150 Meter Entfernung sollten wieder Mülltonnen brennen, diese nun aber direkt an einem Gebäude. Die Besatzung des HLF machte sich unverzüglich mit einem Schaumlöscher und einer Kübelspritze auf dem Weg zu der sechsten Einsatzstelle innerhalb nicht einmal 60 Minuten. Hier konnte durch das schnelle Eingreifen des Hausbewohners mit einem Feuerlöscher und der Feuerwehr mit Hilfe der verschiedenen Kleinlöschgeräte ein größerer Schaden am bzw. im Gebäude verhindert werden. Die beiden brennenden Mülltonnen wurden abgelöscht und der Bereich um die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, wodurch sichergestellt werden konnte, dass sich keinerlei Glutnester unter dem Dach des Wohnhauses befanden.
Zur Erleichterung entspannte sich die Lage anschließend und es wurden keine weiteren Einsätze gemeldet, so dass der Zug I aus seiner Bereitstellung entlassen werden konnte und der Zug II bis ca. 2:30 Uhr noch mit Nachlösch- und Aufräumarbeiten an den verschiedenen Einsatzstellen beschäftigt war, ehe es wieder Richtung Gerätehaus ging.

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Erstellt von gpe am 17.06.2020
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